TEILEN

Fokusthema der Ausschreibung des Sukuma Award 2016/17 ist das Thema „Teilen“.

Warum „Teilen“?
Ressourcenverschwendung, Überproduktion, Umweltbelastung entgegenwirken und gleichzeitig das Gemeinschaftsgefühl stärken – geht das? Ja, durch Teilen. Teilen ist eine der ältesten Verhaltensformen des Menschen. Darunter fallen Handlungen, wie das Ausleihen von Gegenständen und das gegenseitige Bereitstellen von Räumen, Flächen, aber auch Wissen durch Privatpersonen und Interessengruppen.

Ökologische Aspekte des Teilens
Teilen kann einen Beitrag zum ökologisch-nachhaltigen Leben und zur Ressourcenschonung bieten. Eine Bohrmaschine wird im Durchschnitt nur 13 Minuten benutzt, 1/3 unserer Kleidung bleibt ungetragen und 25% unserer Lebensmittel werfen wir weg. Wenn wir beginnen wieder mehr zu teilen, können wir all diese Produkte nachhaltiger nutzen.

Soziales Aspekte des Teilens
Teilen kann außerdem ein Wir-Gefühl in der Nachbarschaft entstehen lassen. Denn Ausgangspunkt für sinnvolles Teilen sind Lokalgemeinschaften im direkten Umfeld (Hausgemeinschaft/Stadtteil).

Grenzen des Teilens
Teilen muss jedoch nicht automatisch nachhaltig sein, z.B. wenn es in kapitalistisch-expansive Strukturen eingebunden bleibt oder durch Kosteneinsparungen zu Mehr-Konsum führt. Nachhaltiges Teilen ersetzt Kaufen/Besitzen und ergänzt es nicht nur. Außerdem darf eine Sharing Economy menschliche (Tausch- und Teil-)Beziehungen nicht zu einer Ware und Gefälligkeiten unter Nachbarn nicht zu Geschäften machen.

Teilen in der Praxis
Bei unserer ersten Standaktion beim Umsonst & Draußen Festival in Dresden haben wir die Menschen eingeladen, mit uns zu teilen, wo sie in Dresden Orte des Tauschens, Teilens und Selbermachen kennen. Wir werden diese Daten hier als interaktive Open Street Map zur Verfügung stellen.

Karte_DD

Bald gibt es hier auch noch mehr Hintergrundinformationen zum Thema.

Was kannst Du tun?

  Postkarte Sukuma Award Teilen_Front