Rückblick 2013 – 2014

Deine Klamotten – Du kaufst mehr als Du denkst

Postkarte_vorderseiteBeim ersten „Sukuma Award – Schulkino“ drehte sich alles um das Thema „Faire Klamotten“, denn er stellte die aktuellen Zustände in der globalen Textilbranche in den Mittelpunkt von Werbespots für Nachhaltigkeit.

Im Frühling 2013 fand der Schüler-Filmideen-Wettbewerb zum ersten Mal statt. Nach kurzen Projektvorstellungen in Dresdner Schulen wurden von Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren über 100 Filmideen eingereicht. Die zwei besten Einsendungen wurden von den Siegerinnen und ihren FreundInnen mit Unterstützung des Medienkulturzentrums Dresden verfilmt, vertont und geschnitten. Auch im Herbst 2013 nahmen wieder über 100 SchülerInnen an der zweiten Runde des Wettbewerbs teil. Die Siegeridee wurde am 17. und 18. Februar 2014 gemeinschaftlich mit 13 SchülerInnen und dem Medienkulturzentrum Dresden produziert.

Hier sind die Sieger:

Wasserverbrauch Wasserverbrauch von Clara Wahrenberg (Romain-Rolland-Gymnasium)
Virtuelles Wasser beschreibt die nicht ’sichtbare‘ Wassermenge, die bei der Herstellung eines Kleidungsstücks – also von Bewässerung der Baumwolle bis Auswaschung der Chemikalien – verbraucht wird. Durchschnittlich kauft jedeR Deutsche 28 Kilogramm Textilien pro Jahr. Für ein Kilogramm Textilien werden allein im Produktionsprozess bis zu 11.000 Liter Wasser verbraucht.

 
SpiegleinSpieglein, Spieglein von Pauline Simm (Romain-Rolland-Gymnasium)
Bei 70 bis 90 Arbeitsstunden wöchentlich verdienen NäherInnen in Bangladesch kaum den monatliche Mindestlohn von nur 16,60 €. Die ArbeiterInnen in den globalen Zulieferfabriken der Textilindustrie erhalten keinen existenzsichernden Lohn.

 
 
Wenn KleidungWenn Kleidung reden könnte von Janni Hofmann und Franzi Wilhelm (Freie Werksschule Meißen)
Seit 2005 sind allein in Bangladesch bei Fabrikbränden und -einstürzen mindestens 3.000 Menschen gestorben. Die Kampagne für Saubere Kleidung setzt sich für Rechte der ArbeiterInnen und die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der internationalen Textilproduktion ein.

 
Außerhalb des Wettbewerbs setzten sich außerdem 15 SchülerInnen der Christlichen Schule Dresden im Rahmen des Profilunterrichts mit den Problemen der Textilproduktion sowie möglichen Alternativen auseinander. Nach einem entwicklungspolitischen Input der Sukuma-Ehrenamtlichen und gemeinsamer Gruppenarbeit entwickelte zunächst jedeR SchülerIn eine eigene Idee für einen kreativen Kinospot. Dann wurden gemeinsam die zwei originellsten Ideen ausgewählt und anschließend von den SchülerInnen selbst – zusammen mit Medienpädagogen des Medienkulturzentrums – produziert.

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